Wabenschilderwels - Glyptoperichthys gibbiceps

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Wabenschilderwels - Glyptoperichthys gibbiceps

Wissenschaftliche Bezeichnung: Glyptoperichthys gibbiceps


Bedingungen:

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ab 1000 Liter
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23-27°C 
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bis 50 cm
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pH-Wert: 6-7,5
GH: 5-20°dGH

 

WabenschilderwelsDer Wabenschilderwels, auch Segelschilderwels, ist ein im oberen und mittleren Amazonasbecken sowie im Orinoko beheimateter Harnischwels aus der Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Er bevölkert sowohl stehende als auch fließende Gewässer. Die Körperfärbung zeichnet sich durch eine bräunlich dunkel gefleckte Musterung aus, die je nach Herkunft etwas variieren kann. Zudem besitzt er eine sehr große Rückenflosse und kann eine beachtliche Größe von bis zu 50 cm erreichen. Deshalb ist dieser Wels auch nur für sehr große Aquarien, mit einer Beckenlänge von mindestens 250 cm geeignet. Weibchen und Männchen lassen sich anhand der Geschlechtspapille unterscheiden. Die Weibchen besitzen eine längere Genitalpapille, die Männchen hingegen eine rundere. Zudem besitzen die Männchen eine größere Rückenflosse und eine breitere und längere Kopfpartie.

 

Dieser friedliche Wels sollte paarweise gehalten werden und kann problemlos in Gesellschaftsaquarien eingesetzt werden. Im Internet wird oftmals auch die Einzelhaltung als Option angeben. Davon möchten wir uns allerdings hier distanzieren, denn Glyptoperichthys gibbiceps ist ein Schwarmfisch und dies wäre entgegen seiner Natur. Die Paarhaltung ist also das Mindeste.  Bei entsprechend guter Pflege kann der Wabenschilderwels ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Er bevorzugt die unteren Wasserregionen.

 

Wabenschilderwels Glyptoperichthys gibbicepsGlyptoperichthys gibbiceps sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Bei der Beckeneinrichtung sollte darauf geachtet werden, dass den Welsen Unterschlupfmöglichkeiten eingeräumt werden. Am besten werden röhrenartige und wurzelartige Versteckmöglichkeiten angelegt. Auch ein Mondlicht für die nächtlichen Aktivitäten sollte zur besseren Orientierung der Tiere nicht fehlen. Da das natürliche Hauptfutter dieser Tiere hauptsächlich aus Algen, Grünfutter und Cellulose besteht, sollte man, um die Pflanzen im Aquarium vor Fressschäden zu schützen, genügend Grünes (Gurke, Salate, Futtertabletten) zugegeben. Auch genügend Wurzelholz zum Abraspeln und als Ballaststofflieferant sollte zur Verfügung gestellt werden. Vor eiweißreicher Kost macht der Wabenschilderwels auch nicht halt und nimmt dies gerne an. Folglich kann neben Grünfutter auch gut Lebend- und Frostfutter zugegeben werden.

 

Eine erfolgreiche Zucht in Aquarien ist bisher nicht bekannt. Die meisten Tiere aus dem Fachhandel stammen aus Teichnachzuchten aus Südostasien. Zudem stellt sich die Frage, ob eine Zucht bei der beachtlichen Größe adulter Tiere überhaupt erstrebenswert bzw. adäquat umsetzbar ist.

 

Um Wabenschilderwelse in der Gefangenschaft zur Vermehrung anzuregen, wird meist ein vollständiger Wasserwechsel vorgenommen. Dies animiert die Tiere zur Paarung. Um eine erfolgreiche Eiablage zu provozieren sind röhrenartige Verstecke unabdingbar. Die Weibchen legen dann in diesen Röhren ca. 100 hellgelbe Eier ab, die vom Männchen bewacht werden. Nach ca. 4 Tagen schwimmen die Jungfische frei. Bei den Jungtieren ist bis zu einer größe von 5 cm eine hohe Sterblichkeitsrate vorhanden. Gründe hierfür sind bisher nicht bekannt oder dokumentiert.

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