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Bodengrund
Der Bodengrund ist eine wichtige stützende Säule des Aquariums. Er trägt zur Stabilisierung des Ökosystems Aquarium sehr viel bei. Im Bodengrund spielt sich ein großer Teil der Mikrobiologie des Aquariums ab, was wiederum das Pflanzenwachstum beeinträchtigen kann. Der Bodengrund ist für das Pflanzenwachstum von großer Bedeutung, da er zum Einen als Befestigung und zum anderen als Nährstoffgrundlage dient.
Viele Pflanzen entnehmen ihm daher wichtige Nährstoffe und Spurenelemente. Durch die hohe Adsorption (Anheftung eines Stoffes an die Oberfläche eines anderen Stoffes, ohne dass dabei feste Bindungen ausgebildet werden, z.B. von Schadstoffen an Aktivkohle...nicht zu verwechseln mit Absorption) von unlöslichen Huminstoffen im Bodengrund reichern sich viele Pflanzennährstoffe (wie z.B. Eisen, Mangan, Calzium oder Kalium) an, die dort dann von den Pflanzen mit ihren Wurzeln geerntet werden können. Auch ist er als biologischer Langsamfilter mit einer riesigen Masse gegenüber unseren künstlichen Filtern nicht zu unterschätzen bzw. zu ersetzen. Der Bodengrund sorgt dafür das auch in der Tiefe, in der der unmittelbare Einfluss des Wassers sinkt und somit immer weniger direkter Wasseraustausch stattfindet, für einen Sauerstoffaustausch mit dem darüber liegendem Wasser (Diffusion).
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Welche Art von Bodengrund nehmen ??? Kies oder Sand ???
In der Natur besteht der Bodengrund in den Gewässern aus sehr unterschiedlichem Kies bzw. Sand. In schnellfließenden Gewässern findet man meist grobe Kiesel. Je langsamer allerdings die Strömung bzw. die Fließgeschwindigkeit wird, desto feiner wird der Bodengrund. In stehenden etwas tieferen Gewässern findet man gewöhnlich eine Schicht aus Schlamm und Sedimenten vor, die von einer Fülle an Lebewesen bewohnt sind.
In Ufernähe der meisten Heimatgewässer findet man meist feinen Sand mit relativ gleichmäßiger Körnung (Sieblinie). Hier finden sich auch meist die bevorzugten Standorte der Wasserpflanzen. Generell ist anzumerken, dass auf Sandbänken vieler Bäche und Flüssen konzentrierte Bestände an Pflanzen anzutreffen sind. Das lässt darauf schließen, dass Sand vielmehr Quarzsand der optimalste Bodengrund ist. Wir möchten euch das kurz erklären...
Je feiner der Bodengrund ist, desto eher finden reduktive Prozesse der Bakterien statt. Dies liegt daran, das das Wasser durch die geringere Sieblinie (ca. von 0,5 - 1,5 mm) weniger in den Bodengrund eindringen kann. Was von Vorteil ist, weil so die Austauschprozesse erst in tieferen Schichten stattfinden können. Quarzsand bietet die größere Besiedlungsfläche für Bakterien. Desweiteren ist ein anderer Vorteil das mit sinkender Korngröße der Zwischenraum zwischen den einzelnen Sandkörnern so gering ist, das kaum bzw. gar keine organischen Stoffe (z.B. Mulm, Kot) einsickern können. Das führt zu einer geringeren Belastung des Bodengrundes und die Gefahr von Fäulnis und Verdichtung sinkt erheblich.
Von was unbedingt abzuraten ist sind unterschiedliche Sieblinien oder gar Kies und Sand zu vermischen, denn bei unterschiedlichen Korngrößen kommt es zu einer höheren Dichte als bei einer einheitlichen Sieblinie. Die feineren Körner schließen die Lücken zwischen den Groben und verringern somit die Durchlässigkeit.
Das Bestreben jeden Aquarianers sollte es sein den Bodengrund in seiner vollen Stärke zu nutzen, Sand bietet sich deshalb geradezu an. Auch die Pflanzen werden es euch danken, denn eine mühelose und rasantere Wurzelung wie bei Kies ist möglich.

3. Zone: 3-5cm Aerobe, sauerstoffreiche Zone, in der nitrifizierende Bakterien leben.
2. Zone: 1,5-3cm Anerobe, sauerstoffarme Zone, in der haupsächlich denitrifizierende Bakterien leben.
1. Zone: 1-1,5cm sehr sauerstoffarme Zone, in der Sulfate und Sulfide umgewandelt werden.
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