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Die Geschichte der Aquaristik
Woher kommt den eigentlich das Aquarium ??? Wie lange gibt es das schon ??? Wer kam auf die Idee Fische im "Glas" zu halten ???
Bereits die Sumerer hielten gefangene Fische in Teichen, bevor sie sie für Mahlzeiten zubereiteten. Ähnliches ist aus dem alten Ägypten bekannt. Für alle Tempelgärten von der frühdynastischen Zeit bis zum Neuen Reich gilt, dass sie mit rechteckigen Wasserbassins ausgestattet waren. Anscheinend existieren Aufzeichnungen darüber, dass es schon zu Cesars Zeiten künstlich angelegte Becken gab. Die Römer hielten darin Muränen, die sie als göttliche Kreaturen verehrten. Doch richtig fing die Geschichte der Aquaristik bzw. des Aquariums vor 3000 Jahren in China an. Dort wurde das Halten von Zierfischen, genauer von Goldfischen und Kois erstmals zum Hobby gemacht. Die gezielte Züchtung von Karpfen begann vermutlich vor ca. 2.500 Jahren. Allerdings hatten die Chinesen damals noch keine Glasbehälter, sondern große Keramikgefäße, was einen sehr eingeschränkten Einblick zu lies (nur der von oben). Es war ein sehr kurzes Leben für die Fische da absolut kein Wert auf Pflanzen, Bodengrund o.ä. gelegt wurde (geschweige denn auf Wasserchemie).
Zu welchem Zeitpunkt die moderne Aquaristik begann ist nicht ganz sicher. 1665 notierte der englische Schriftsteller, Samuel Pepys, dass er in London Fische gesehen habe, die in einem Wasserglas am Leben gehalten wurden. Vorerst waren es nur Naturwissenschaftler die Fische und andere Lebewesen in Behältern hielten, um daran ihre Untersuchungen vorzunehmen. 1774 entdeckte der englische Chemiker Priestley fast gleichzeitig mit dem schwedischen Chemiker Scheele den Sauerstoff. Der französische Chemiker Lavoisier erkannte dann, dass der Atmungsprozess als ein Verbrennungsvorgang anzusehen ist. Doch noch wusste man nicht wie Wassertiere atmeten. 1777 bewies Priestley wiederum, dass auch die Wassertiere Sauerstoff atmeten und der italienische Physiologe Spallanzani stellte wichtige Untersuchungen über die Atmung verschiedener Wassertiere an. 1851 wurden auf der Weltausstellung in London erstmalig Aquarien aus Glas einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Das Glas wurde von einem gusseisernen Rahmen zusammengehalten und fand das ganze Erstaunen der Besucher.

Chemiker Priestley 1733 - 1804
Im Jahre 1774 gelang es ihm unbewusst das Element Sauerstoff zu isolieren: beim Erhitzen von Quecksilberoxid (Ruber / Rotes Präzipitat) erhielt er reines Quecksilber und ein farbloses Gas, das Verbrennungsvorgänge stark fördert. Er erkannte jedoch nicht, dass er ein bis dahin unbekanntes Element entdeckt hatte; vielmehr nannte er sein Gas „dephlogisticated air“.

Chemiker Lavoisier 1743 - 1794
Lavoisier erkannte als erster das Wasser, als chemische Verbindungen von Sauerstoff und Wasserstoff. Mit der Entdeckung des Sauerstoffs als Unterhalter von Verbrennungsvorgängen prägte er auch den Begriff Oxidation: die Vereinigung von Elementen und chemischen Verbindungen mit dem Element Sauerstoff (Oxygenium), die Bildung von Oxiden.

Chemiker Scheele 1792 - 1786
1771 begründete Scheele die Gasanalyse. Er fand heraus, dass Luft aus Sauerstoff („Feuerluft“, „Vitriolluft“) und Stickstoff („verdorbene Luft“) besteht. Außerdem stellte er Sauerstoff durch Erhitzen von Silber- und Quecksilbercarbonat, Quecksilberoxid, Kalium- und Magnesiumnitrat dar. Leider veröffentlichte er seine Ergebnisse erst 1777, so dass häufig Joseph Priestley als Entdecker des Sauerstoffs gilt.
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