Marmorkrebs - Procambarus sp.

Marmorkrebs - Procambarus sp.

Wissenschaftliche Bezeichnung: Procambarus sp.


Bedingungen:

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ab 20 Liter
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10-28°C 
Garnele

 

ca. 13 cm
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pH-Wert: ~ 7
GH: 30°dGH

 

Marmorkrebs3Der Marmorkrebs gehört zu den Cambaridae (Nordweltkrebse) und stammt ursprünglich, so vermutet man, aus Nordamerika. Seinen Namen hat er seiner braunen marmorierten Färbung zu verdanken, die in härterem Wasser auch ins bläulichere gehen kann. Er kann eine Größe von 7 - 13cm erreichen und lässt sich bei Temperaturen von 10-28°C optimal halten. Der Procambarus sp. gibt sich schon ab einer Beckengröße von 10l und einem Säuregrad von 7 äußerst zufrieden. Die Haltung eines einzigen Tieres sollte bevorzugt werden, denn dieser Krebs verwendet zur Fortpflanzung die so genannte Parthenogenese (Jungvernzeugung), d. h. es gibt nur weibliche Tiere die sich selbst befruchten.

Aus diesem Grunde reicht ein Tier als Zuchtgruppe völlig aus. Das Weibchen trägt die Eier (ca. 200), wie Garnelen, an ihren Schwimmbeinen. Es hält sich in dieser Zeit versteckt und frisst nicht. Die Tragzeit der Eier bis hin zum Schlupf der Jungkrebse ist stark abhängig von der Wassertemperatur und wird unter Fachleuten auf ca. 2 Wochen angelegt. Die Jungkrebse halten sich die ersten paar Tage noch bei ihrer Mutter auf und sind nach 3-4 Monaten so gut wie ausgewachsen und geschlechtsreif.

 

Durch die Eigenschaft, der Vermehrung ohne Partner, darf dieser Krebs niemals in unseren Gewässern ausgesetzt werden !!! Die Folgen für unsere heimischen Krebsarten wären verheerend.
 

MarmorkrebsIm Wachstum wie bei allen Krebsen und Garnelen wird die alte Haut kurz hinter dem Kopf aufgestoßen und das Tier schlüpft mit neuer Haut heraus. Der Procambarus sp. wird sich nun einige Zeit verstecken, da seine neue Haut noch zu weich ist und ihn somit recht verwundbar macht. Lasst die alte Haut, auch Exuvie genannt, im Becken liegen. Sie wird von den Krebsen selbst verzehrt und liefert zusätzliche Nährstoffe. Bei diesem Prozess, des Wachstums, werden selbst abgetrennte Gliedmaßen oder Scheren wieder völlig generiert.

 

Das Aquarium sollte viele Versteckmöglichkeiten (Höhlen, Wurzeln, Steine usw.) bieten. Die Vergesellschaftung mit Fischen oberer und mittlerer Wasserschichten kann problemlos durchgeführt werden. Kranke und am Boden lebende Fische werden gerne erbeutet. Das Futter für die Krebse sollte aus einer Mischung von Gemüse (Gurken, Salate, Erbsen), Frostfutter und Futtertabletten bestehen. Normales Zierfischfutter wird auch gerne genommen.