Blauer Fadenfisch (Gepunkteter Fadenfisch) - Trichogaster trichopterus

Blauer Fadenfisch (Gepunkteter Fadenfisch) - Trichogaster trichopterus

Wissenschaftliche Bezeichnung: Trichogaster trichopterus


Bedingungen:

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ab 200 Liter
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22-28°C 
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ca. 12 cm
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pH-Wert: 5-8
GH: bis 20°dGH

 

Blauer FaFiDer blaue Fadenfisch kommt ursprünglich in Laos (Mekong-Einzug), Yunnan (China), Thailand, Kambodscha, Vietnam, Sumatra, Java und Borneo vor. Außerdem wurde er in Sulawesi und Bali eingeschleppt. Er lebt dort in krautigen, langsam fließenden, bis stehenden Gewässern, Uferregionen von Bächen und Flüssen. Der zur Familie der Fadenfische gehörende T. trichopterus wird bis zu 12cm groß und kann bei pH-Werten von 5-8 in weichem bis hartem Wasser bei Temperaturen zwischen 22-28°C gepflegt werden.
Diese Fische sind recht unempfindlich, da sie selbst in ihren Heimatgebieten häufig in verschmutzten und sauerstoffarmen Biotopen vorkommen. Wie bei allen Labyrinthern muss darauf geachtet werden, dass die Lufttemperatur unter der Aquariumabdeckung sich nicht zu stark von der Wassertemperatur unterscheidet. Bei größerem Temperaturunterschied können sich die Fische, aufgrund das sie Luft atmen können, erkälten und verkümmern. Des Weiteren sollte der Blaue Fadenfisch erst ab einer Beckengröße von 200l gehalten werden.

 

Bei der Einrichtung muss auf eine dichte Bepflanzung mit einer Schwimmpflanzendecke und einer ruhigen Oberflächenbewegung geachtet werden. Sie sollten nicht mit Cichliden und Barben (können die langen Bauchflossen anknabbern) vergesellschaftet werden. Können aber in der Aufzuchtszeit selbst recht aggressiv werden. Der T. trichopterus bewohnt die oberen und mittleren Wasserschichten und sollte entweder als Paar oder in einer Gruppe ab 5 Tieren gehalten werden. Das Männchen ist gut an seiner spitz ausgezogenen Rückenflosse zu erkennen, zu dem ist das Weibchen wesentlich rundlicher.

 

Blauer FadenfischNeben der an zwei seitlichen Punkten erkennbaren Wildform werden eine blau marmorierte ("Cospy-Form", hier auf den Bildern zu sehen) sowie eine goldene Zuchtform gehandelt. Diese Tiere sind relativ leicht zu züchten. Sie laichen bei geeigneter Pflege im Becken regelmäßig ab. Dazu errichtet das Männchen ein Schaumnest unter der Wasseroberfläche (hier hilfreich sind Schwimmpflanzen). Die Paarung findet unter dem Schaumnest statt, wobei das Männchen das Weibchen unter Umschlingung auf den Rücken dreht und quasi die Eier heraus presst. Da die Eier leichter als Wasser sind steigen sie in das Schaumnest auf. Das Männchen betreibt bis zum Freischwimmen der Jungtiere nun die Brutpflege. In dieser Zeit kann das Männchen äußerst aggressiv werden - man sollte das Weibchen dann heraus fangen und umsetzen. Durch ihre leichte Züchtung und weil sie schon lange in unseren Aquarien zu Hause sind gibt es fast keine reinrassigen Tiere mehr. Der Speiseplan sollte sich hauptsächlich aus Lebend- und Frostfutter zusammensetzen, geeignetes Trockenfutter wird aber auch genommen. Nicht zu vergessen Pflanzenfutter, den dieser Zierfisch ist ein Allesfresser. Jungfische können optimal mit Artemien aufgezogen werden.